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AsiaXinfo Top-Moderator
Joined: 13 Nov 2007 Posts: 50 Location: NRW
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Posted: 18 Nov 2007 22:19 Post subject: Kleidung in Vietnam |
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Frauen sind in der Regel von den Schultern bis zu den Füßen bedeckt. Besonders im Umgang mit Behörden oder bei privaten Besuchen macht saubere und ordentliche Kleidung einen Unterschied. Wenn man Privathäuser betritt gehört es zur Etikette, die Schuhe auszuziehen. Dasselbe gilt für manche Tempel (Chua), man beobachte das diesbezügliche Verhalten der Einheimischen.
Das Nationalkleid der Frauen in Vietnam heißt ao dai und besteht aus einem knie- oder knöchellangen, auf beiden Seiten bis über die Hüfte hochgeschlitzten Seidenkleid, unter welchem lange, meist weitgeschnittene weiße Seidenhosen getragen werden. Dieses Kleidungsstück wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts von einem Vietnamesischen Designer entworfen und ist im ganzen Land vor allem unter den Frauen weit verbreitet, kann aber durchaus auch von Männern getragen werden. Der ao dai in weißer Farbe ist in vielen Gymnasien Schuluniform. Auch in Hotels ist das weibliche Personal häufig in ao dais gekleidet. Bevorzugt werden allgemein Pastellfarben, höchstens mit unauffälligem Muster. Die alltägliche vietnamesische Straßenkleidung besteht aus einer langen Hose und einer Bluse des gleichen Stoffes und hat Ähnlichkeit mit dezenten europäischen Schlafanzügen.
Der flache, kegelförmige Hut ist weltweit ein Wahrzeichen für Vietnam und wird in der Tat fast von der gesamten Landbevölkerung getragen, während er in den großen Städten seltener zu sehen ist. Die Hüte werden aus Palmenblättern gemacht und sind licht- und wasserdicht. Männer tragen in neuerer Zeit oft Kappen oder Tropenhelme, da der Kegelhut eher als weibliches Kleidungsstück betrachtet wird.
In der Stadt Huế gibt es eine Sonderform der Kegelhüte, die sogenannten Gedichthüte, bei denen in die Unterseite Bilder und Gedichte gemalt sind.
Auf dem Land ist die Kleidung einfach, denn es handelt sich oft um bäuerliche Arbeitskleidung, die sehr häufig dunkel und immer lang ist.
In den Großstädten wird - wie in vielen anderen dichtbevölkerten asiatischen Städten auch - ein Mundschutz getragen oder ein Tuch vor den Mund gebunden, um sich gegen Staub und Abgase zu schützen. Legt eine Frau Wert auf ihr Äußeres, kann es durchaus ein von einer hübschen Häkelborte umrahmtes Seidentuch sein. Die gepflegte Frau trägt zur kurzärmligen Bluse oft leichte helle Handschuhe, die bis über den Ellenbogen reichen, um sich vor Staub und Sonne zu schützen. Ähnlich wie in Europa im Mittelalter gilt helle Haut als vornehm und als Zeichen von Schönheit, sodass Sonnencreme bei vietnamesischen Mädchen reißenden Absatz findet.
Am Strand ist "oben ohne" oder gar Nacktbaden inakzeptabel. Vietnamesinnen im Bikini sind die Ausnahme, eher werden züchtige Badeanzüge - ähnlich denen in Europa zur vorletzten Jahrhundertwende - oder bei Jüngeren schon mal Pants und T-Shirt zum Baden getragen.
Im städtischen Geschäftsleben wird auf gepflegte Kleidung Wert gelegt, lange Hose mit Bügelfalte, langes helles Hemd und eventuell Krawatte ist für männliche Angestellte z.B. in Banken und Hotels ungeschriebene Pflicht; die Geschäftsfrau hat die Wahl zwischen traditioneller Kleidung oder einem westlichen Outfit in Kostüm oder Blazer.
quelle. www.wikipedia.de |
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