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ktoe Newcomer
Joined: 17 Nov 2011 Posts: 2
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Posted: 17 Nov 2011 21:53 Post subject: Wirtschaft Vietnam |
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Wirtschaft Vietnams - Import aus Vietnam
Im Dezember 2005 veröffentlichte der Goldmann-Sachs-Chefvolkswirt Jim O'Neill eine Liste von elf einwohnerstarken Ländern bei denen in den nächsten Jahren ein besonderes wirtschaftliches Entwicklungspotential gegeben sei, den sogenannten "Next Eleven". Zu diesen "Next Eleven" gehörte auch Vietnam, was die globale Relevanz des Landes unterstreicht.
Um die aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen zu können muss man zunächst eine kurzen Blick auf die Geographie und die Geschichte des Landes werfen.
Vietnam liegt in Südostasien, südlich von China und grenzt im Osten an das Südchinesische Meer. Die Fläche ist etwa so groß wie Deutschland und es leben dort ca. 90 Millionen Menschen. Davon sind ca. 47,4 Millionen Menschen1 im arbeitsfähigen Alter. Global gesehen gibt es nur elf Staaten mit mehr Bewohnern im arbeitsfähigen Alter.
Nach dem Vietnamkrieg war die vietnamesische Wirtschaft weitgehend zerstört und lahm gelegt. Im Rahmen einer Zentralverwaltungswirtschaft wurde versucht das Land wieder aufzubauen, jedoch war dieser Plan nicht erfolgreich und es kam zu einer großen Armut und mehreren Hungersnöten. Ab 1986 wurde die Wirtschaft im Rahmen der Doimoi-Reformen liberalisiert und es kam zum wirtschaftlichen Aufschwung. Das Land wurde zunehmend offener für die westlichen Märkte und so wurden Anfang der 90er Wachstumsquoten von über 10% pro Jahr erreicht. Auch in Zeiten der Asienkrise oder der Immobilienkrise zeigte sich die vietnamesische Wirtschaft stets stabil.
Mit dem wirtschaftlichen Wachstum reduzierte sich auch der Anteil der Menschen die in Armut leben. Waren es 2005 noch ca. 25%2, waren es 2010 nur noch ca. 11%1.
Der Staat ist immer noch stark vom Agrarsektor geprägt, in dem noch mehr als 50%1 der Menschen arbeiten. Dennoch ist der Anteil der Arbeiter die in der Dienstleistungsbranche beschäftigt sind mit 25.8%1 verhältnismäßig hoch.
Dabei sind typische Produkte die in der Landwirtschaft hergestellt werden z.B. Reis, Getreide, Kautschuk, Sojabohnen, Kaffee, Tee, Bananen und Meeresfrüchte. Von der Industrie werden hauptsächlich Produkte mit geringer Fertigungstiefe gefertigt wie z.B. Textilien, Schuhe, Zement, Stahl, Papier.
Ein Vorteil des Landes ist das Reichtum an Bodenschätzen. Es gibt Erdölquellen und seltene Erden, die für die Elektronik-Industrie von hoher Bedeutung sind. Jedoch mangelt es an Know-How um zum einen das Erdöl in Raffinerien zu verarbeiten und zum anderen um aus den seltenen Erden wertvolle Produkte zu fertigen. Ein weiteres Problem ist, dass die Förderung der seltenen Erden oft sehr umweltschädlich betrieben wird. Dadurch wird die malerische Natur des Landes zerstört und damit auch ein Wirtschaftsfaktor. Denn wenn die Landschaft zerstört ist, werden die Einnahmen durch Tourismus zurückgehen und wenn Bäche vergiftet werden und die Bevölkerung erkrankt sinkt die Arbeitskraft.
Dennoch zeigen diese Faktoren das hohe wirtschaftliche Potential des Landes. Da es derzeit keine Gründe für einen Abbruch des Wachstums gibt und die Wirtschaft auch die vergangenen Krisen mit deutlichem Wachstum überstanden hat, ist damit zu rechnen, dass die wirtschaftliche Bedeutung deutlich steigen wird. Sie wird sich vermutlich auch verändern. So ist der Vietnam heute noch ein Land das vor allem durch niedrige Löhne Bedeutung hat, könnte sich aber in Zukunft zu einer Industrienation entwickeln. Dazu ist wichtig die Infrastruktur im Land noch weiter zu verbessern und in die Bildung des Volkes zu investieren, so dass auch Produkte gefertigt werden können für die mehr Fachwissen notwendig ist, die aber auf dem Weltmarkt bessere Preise erzielen.
1 https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/vm.html
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Vietnams
3 http://www.ag-frisch.de/sites/importservice/?swap=f81e88eb527e60d120e37de5a48d8b5f&lan=de |
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